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Griechenland

Griechenland - weiterhin ein reizvolles Urlaubsziel

Griechenland ist durch die Krise laufend in den Medien. Nicht jeder Beitrag erfüllt journalistische Qualität. Oft ist es negative Stimmungsmache, wie in BILD, FOCUS oder SPIEGEL. Natürlich ist in den letzten 30 Jahren viel in Griechenland falsch gemacht worden und der Preis ist für alle (zu) hoch. Was hilft es aber, gegenseitig jeweils das andere Land schlecht zu machen? Kritik ist wichtig und erwünscht, aber sie muss konstruktiv sein und nicht das Land und seine Bewohner runtermachen!

Oft entsteht der Eindruck, dass deutsche Gäste in Griechenland nicht mehr willkommen seien, weil Herr Schäuble (zu) streng mit der griechischen Regierung umgeht. Die Politik und die einfachen Leute sind aber zwei Paar Schuhe! Die Griechen sind auch in der Krise ein freundliches und gastfreundliches Volk und gerade jetzt sollten WIR sie mit unserem Besuch finanziell und moralisch unterstützen!

Auch die Insel Lesbos, deren Bewohner fast heldenhaft Tausenden Menschen aus Syrien das Leben gerettet haben, sollten nicht doppelt bestraft werden - durch die zusätzlichen Kosten durch die Flüchtlinge und dann noch durch das Wegbleiben der Touristen!

Die Halbinsel Methana
Die Halbinsel Methana
Die Bucht auf Palia Kameni
Die Bucht auf Palia Kameni
Eine Teilnehmerin an der Fotoreise Santorin
Eine Teilnehmerin an der Fotoreise Santorin

Flüchtlinge

Flüchtlinge - egal woher - sind immer in erster Linie MENSCHEN

Wenn ich die Bilder von Flüchtlingen im Fernsehen sehe, erinnere ich mich an die zahlreichen Länder, die ich bereist habe und an die vielen gastfreundlichen Menschen dort. In keinem Land habe ich mich als Deutscher nicht willkommen gefühlt. Viele Gesichter sind mir in Erinnerung geblieben. Ob es Indonesien, der Libanon, Tunesien oder Äthiopien war - nirgendwo hatte ich auch nur im Entferntesten schlechte Erfahrungen machen müssen - Im Gegenteil!

Unter den Flüchtlingen sind auch Eriträer, deren Land einmal zu Äthiopien gehörte. Also Menschen, mit denen ich quasi schon zu tun hatte. Dazu fällt mir ein Erlebnis von meiner ersten Äthiopien-Reise in 2012 ein:

Ich war mit meinem Freund Samson auf einer Rundreise durch Nord-Äthiopien, um die Mineralienreise vorzubereiten, die ich in meinem Programm anbiete. Da war in der Nähe von Weldya eine Opal-Mine und die wollte ich unbedingt besuchen. Wir wanderten also auf einem wunderschönen Pfad von der Hochebene, wo wir den Jeep geparkt hatten, hinunter in eine Schlucht. Eine der schönsten Landschaften, die ich je gesehen hatte. Wir kamen nach etwa einer Stunde an ein kleines Dorf und an die Stelle, wo die Leute mit einfachsten Werkzeugen in das Vulkangestein gruben. Schon nach 5 Minuten gelang es mir, meinen ersten Opal zu finden! Später zeigte man mir die Ausbeute und ich durfte zahlreiche Fotos machen. In einem kleinen Bauernhaus wurden wir zum Kaffee und zu frisch gekochten Eiern eingeladen. Eben typisch äthiopische Gastfreundschaft! Irgendwann mussten wir zum Jeep zurück und es ging aufwärts. Eigentlich kein Problem für jemanden, der wie ich oft wandert und Nichtraucher ist. Doch bald merkte ich, dass mir der Sauerstoff nicht reichte und ich bekam Atemnot. 5 Meter konnte ich gehen, dann musste ich Pause machen. Und so ging es weiter... Ich hatte schon "etwas" Angst, denn so etwas hatte ich noch nie. Die ganze Zeit blieb ein älterer Herr in meiner Nähe, um auf mich aufzupassen. Im Nachhinein weiß ich, dass das nicht ungefährlich war. Kein Wunder! Ich hatte nicht bedacht, dass wir den Jeep auf fast 3500 m Höhe auf der Hochebene geparkt hatten. Von der Höhe bekommt man ja nicht viel mit. Wenn man 2-3 Stunden nur auf Hochebenen unterwegs ist, kommt einem das "normal" vor. Aber, wenn man dann auf 1700 m hinuntersteigt und dann aber wieder auf 3500 Meter hoch muss, wird das alpin!
Den alten Herren werde ich nicht vergessen! Und zwei Wochen später, als wir wieder in Addis Abeba waren, trafen wir durch Zufall genau den wieder! Und seine erste Frage an meinen Freund Samson war: "Geht es Tobias wieder gut?"

Mit diesen Erfahrungen (nicht nur in Äthiopien) stelle ich mir die Leute vor, die plötzlich aus ihrer Heimat flüchten müssen und dann schäme ich mich nicht nur für unsere Politiker, sondern auch für die schlichten Menschen, die gegen Fremde hetzen und denen es nichts ausmacht, dass in der Ägäis Menschen ertrinken!

Die Reisen, die ich anbiete, sind für viele dieser Menschen unerreichbar teuer. Ich empfinde es als großes Glück, in Länder, wie z.B. Äthiopien reisen zu können und ich möchte das an die Leute vor Ort zurückgeben! Deswegen mache ich keinen Druck in der Art "bitte machen Sie Ihre Leistungen noch billiger", damit ich dann "billige" Reisen anbieten kann. Ich vertraue meinen Partnern vor Ort, dass sie die Preise, die sie mir geben, ausreichen, um ihr Personal fair zu bezahlen. Ich mag keine Zwischenhändler. Und ich unterstütze meine Partner z.B. auch auf Messen, wie auch dieses Jahr auf dem Äthiopienstand der ITB Berlin.