Ein geheimnisvoller Vulkan

Fährt man von Athen Richtung Korinth, fällt rechts bei den großen Ölraffinerien eine auffällig gefärbte Schlucht ins Auge. Sie gehört zum lange erloschenen, aber geologisch noch aktiven Sousaki-Vulkan, der vor etwa 2–4 Millionen Jahren tätig war.
Obwohl er seit Millionen Jahren nicht mehr ausgebrochen ist, zeigt er bis heute geothermale Aktivität: Es gibt Fumarolen (heiße Gasquellen) und Mofetten, die unsichtbares Kohlendioxid freisetzen. Dieses Gas ist geruchlos und kann Sauerstoff verdrängen – in Senken und Höhlen besteht Erstickungsgefahr! Deshalb niemals bei Windstille tief in die Schlucht oder in Höhlen hinabsteigen.
Früher wurde hier in kleinem Umfang Schwefel und Alaun gewonnen. Überall sieht man hydrothermale Ablagerungen: rostrote Zonen, in denen Eisen- und Schwefelminerale das Gestein verändert haben. Man findet noch Pyrit, Chalkopyrit und gelegentlich das giftige Arsenopyrit; als Sekundärmineral kann sich das leuchtend blaue Chalkanthit bilden. Am Eingang der Schlucht schimmern teils große Gipskristalle.
Geologen haben in der Vergangenheit Bohrungen durchgeführt, um das Gebiet auf geothermisches Potenzial zu prüfen. Die Region liegt in einer tektonisch sehr aktiven Zone des Korinth-Rifts, was die anhaltende Wärme im Untergrund erklärt.
Auch in der Umgebung gibt es spannende Zeugnisse alter Vulkantätigkeit: Bei Loutraki erkennt man alte Dazitgänge (ehemalige Magmakanäle), außerdem hydrothermale Bildungen von Jaspis sowie Vorkommen von Opal und Achat.
Landschaft von Sousaki

Fumarolen & Mofetten von Sousaki






































