Fahrt über Konso - Grüne Hügel und uralte Vulkane

Die Fahrt von Arbaminch nach Konso ging wie ein Kinofilm an uns vorüber. Grüne Hügelketten und dazwischen überall Vulkankegel, die schon sehr alt sein mussten. Am Wegrand überall Bauern, die zu ihren Feldern wanderten. Die ganze Region ist von Landwirtschaft geprägt.
Bei Konso kamen wir in einer schönen Lodge unter, die typisch afrikanisch anmutete und eine tolle Aussicht über die Landschaft bot.
Langsam ging es am nächsten Tag bergab in die Tiefen des Afrikanischen Grabens. Konso liegt auf ca. 1500 m und es ging dann auf 500 m runter.
In Woito machten wir nach einer langen Fahrt eine schöne Pause. Toll finde ich es immer, wenn Äthiopierinnen eine Kaffezeremonie veranstalten. Das gehört zur Tradition. Meistens sehr hübsche Frauen rösten die Kaffebohnen, mahlen sie und kochen einen Kaffe, der komplett anders schmeckt, als wir ihn in Europa gewöhnt sind. Dazu gibt es gerösteten Weizen oder sogar Popcorn.
Was mit gar nicht gefiel und wovon ich abrate, war ein Jeep mit Touristen, die den herumspielenden Kindern Süßigkeiten gab. Wenn man den Kindern etwas sinnvolles schenken möchte, dann sind es Malstifte aus Holz und Hefte. Plastikkulis und Farbstifte machen nur Müll. Zum nachhaltigen Reisen gehört, dass man sich Gedanken macht, welchen Einfluss man auf die lokale Bevölkerung hat. Man sollte ihr mit Respekt begegnen! Nicht, weil sie nicht unseren materiellen Wohlstand teilen, bedeutet das, dass sie weniger "wert" wären oder weniger Respekt verdienen! Dass Menschen in dieser Region überleben, ist schon eine großartige Leistung. Und auch kulturell sind sie uns nicht unterlegen. Es sind keine "Eingebohrene", sondern stolze Äthiopier.

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